Patienten mit Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom (LEMS) sollten von einem Neurologen (Nervenfacharzt)
untersucht und behandelt werden. Ggf. sollte auch ein Krebsspezialist (Onkologe) mit herangezogen werden.



Wenn Krebs diagnostiziert wird, gilt es in erster Linie, den Krebs mit einer entsprechenden Therapie zu behandeln.
Bei der Behandlung von LEMS-Symptomen können Medikamente zur Verbesserung der Nervenimpulsübertragung
sowie Wirkstoffe zur Herabsetzung der Zahl der Antikörper eingesetzt werden.
Es gibt 3 Arten von therapeutischen Interventionen bei LEMS:

Behandlungen, die auf eine Reduktion der Zahl der Antikörper abzielen - Wenn weniger Antikörper die Nerven angreifen, wird eine bessere Muskelfunktion erzielt:

- Intravenöses Immunoglobulin - „saugt“ einen großen Teil der Antikörper auf
- Plasmapherese - Ein Verfahren, bei dem das Blut gefiltert wird, um die Antikörper zu eliminieren
- Kortikosteroide, Cyclosporin oder Azathioprin- zur Unterdrückung des Immunsystems
- Monoklonale Antikörper - sie hängen sich an die Antikörper an und verhindern ihre Wirkung
Behandlungen, die auf eine Erhöhung der Zahl der Nervenimpulse, die vom Muskel empfangen werden, abzielen
 
- Cholinesterasehemmer - sie reduzieren den Abbau von Acetylcholin, so dass ein größerer Teil des Signals
beim Muskel ankommt
Behandlungen, die auf eine Steigerung der freigesetzten Acetylcholinmenge abzielen
 
- Aminopyridine - sie führen zur größeren Freisetzung von Acetylcholin und erhöhen so die Anzahl der Nervenimpulse

 








Die Behandlungsergebnisse für LEMS-Patienten sind sehr unterschiedlich.
Der wichtigste bestimmende Faktor ist das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Krebs.

Patienen mit einer LEMS-Diagnose sollten einem gründlichen Screening für die Präsenz eines zuvor unerkannten Karzinoms unterzogen werden. Wenn der Befund negativ, also kein Krebs, ist, sollte der Patient einige Jahre lang Krebsvorsorgeuntersuchungen unterzogen werden.